tattoofiziert

Ein Mann trägt eine Mütze mit einem Hundemotiv, ein Mädchen trägt einen bunten Pullover. Beide halten die Hände zusammen.

Der Weg zur Kunst

Seit meiner Kindheit stehe ich mit verschiedensten Kunstformen in Berührung. Musik ebnete dabei nicht nur maßgeblich den Weg, sondern führte mich über die Jahre auch zu weiteren Möglichkeiten, meiner Kreativität Raum geben zu können. Die Entwicklung des ersten eigenen Musikalbums brachte mich zum Zeichnen und Illustrieren. Diese Kunstform hat für mich bis heute einen besonderen Stellenwert, nicht zuletzt, weil man sie durch verschiedenste Materialien immer wieder neu entdecken kann. 

Der Name tattoofiziert entstand im Jahre 2024. Der Austausch mit meinem Tätowierer führte zu dem Wunsch, dieser Arbeit einmal selbst nachgehen zu können. Kurze Zeit später hielt ich meine erste eigene Maschine in der Hand. Zahlreichen Stunden voller Übung, Freude, Verzweiflung und Vertrauen folgten mit dem Ziel, mein gesammeltes Wissen zu erweitern und mich selbst zu verwirklichen.

Meine Faszination für die Szene wuchs mit jedem Tag. Auch meiner zweiten Leidenschaft, dem Linoldruck, bot sich ein neuer Raum. Bereits in der Vergangenheit beeindruckte mich diese spezielle Form der Drucktechnik und fand Anwendung in vielen meiner künstlerischen Vorhaben. Mit dem Projekt tattoofiziert ergriff ich die Möglichkeit, meine Passion nach Außen zu tragen. Inspiriert von der Welt um mich herum, um ihr gleichzeitig ein Stück zu entfliehen.

Nahaufnahme eines Unterarms mit mehreren Tattoos, während eine Tätowiererhand ein Tattoo absolviert.

Tattoos - Meine Leidenschaft

Tätowieren verbindet für mich künstlerische Präzision, handwerkliches Können und menschliche Zusammenarbeit. Im Fokus steht das Individuum und dessen Geschichte. Als Tätowierende haben wir die Aufgabe, diese Geschichte unter die Haut zu bringen und zum Leben zu erwecken. Die Einzigartigkeit jedes Projekts macht den Arbeitsprozess für mich zu etwas ganz Besonderem.

Schwarzer Tiegel mit Speedball Ink, daneben Holz- und Kunststoff-Pinselkappen, auf einer grünen Oberfläche

Warum Linoldruck?

Dort, wo das Tätowieren höchste Konzentration auf das Gegenüber fordert, schenkt mir der Linoldruck die Freiheit, ganz bei mir selbst zu sein. Es gibt keine Termine, kein „Richtig“ oder „Falsch“ im Moment des Entstehens – nur mich, das Material und den Rhythmus meiner eigenen Kreativität.

Für mich bedeutet das Arbeiten an einer Linolplatte pure Entfaltung. Während das Tätowieren ein gemeinsamer Prozess ist, ist der Druck ein einsames, fast meditatives Handwerk. Mut auf Papier. Die Möglichkeit, Texturen, Linienführungen und Farbgebungen zu erkunden. Mit Gegebenem zu arbeiten. Schwarz und Weiß. Manchmal auch Farbakzente.  

Meine Drucke sind mehr als nur Bilder auf Papier; sie sind das Ergebnis stiller Stunden in meinem Atelier. Sie tragen die Ruhe und die kreative Freiheit in sich, die ich brauche, um meine Balance zu finden.

Ich freue mich, wenn ein Teil dieser Ruhe den Weg zu dir nach Hause findet.